Fahne im neuen Glanz

Quelle: Landshuter Zeitung, 18. April 2007

Standartenabholung

Die Zweikirchner nehmen die restaurierte Standarte und die neuen Fahnenbänder in Empfang.

 Feuerwehr holte die restaurierte Fahne ab

 

Zweikirchen
„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" steht in golde­nen Lettern auf rotem Grund. Der wiederum bildet die Vorderseite der neu restaurierten Standarte, die die Feuerwehr Zweikirchen im Juni an­lässlich des 100-jährigen Gründungs­festes zur Weihe tragen wird. Diese Standarte wurde von einer Abord­nung der Wehr aus Schierling in die Heimat geholt.

Lange Jahre hatte das alte Vereins­zeichen gedient und jetzt nagte der Zahn der Zeit an ihm. Das Tuch war brüchig und die aufgestickten Motive zerschlissen. Nur eine Generalüber­holung konnte das zu Treue ver­pflichtende Symbol noch retten. Weil die Wehr heuer auf eine hundertjäh­rige Geschichte zurückblicken kann, reifte der Entschluss, den runden Ge­burtstag mit einer Fahnenweihe zu begehen. Die renommierte Fahnen­stickerei Kössinger in Schierling be­kam den Auftrag, das Schmuckstück der Altvorderen zu restaurieren. Da­bei wurde der Untergrundstoff aus­gewechselt und die Motive original­getreu erhalten.

Größter Wert wurde auf die Erhal­tung des ursprünglichen Charakters und Stils gelegt. Mit künstlerischem Geschick und in „Nadelmalerei" entstanden ist ein wahres Prunk­stück; davon überzeugten sich Vor­sitzender Andreas Kaltenbacher, Kommandant Jürgen Kaltenbacher, Festmutter Maria Pirkl, Ehrenfahnenmutter Marianne Strasser, der ge­samte Festausschuss und ein Teil der Festdamen. Beinahe andächtig nahm Fähnerich Josef Scheugenpflug das kostbare Stück entgegen. Es zeigt den Heiligen Florian schützend ne­ben der Zweikirchner Pfarrkirche St. Michael. Goldene Ornamente rahmen die geschichtsträchtigen Motive kunstvoll ein. Auf der Rückseite sind die Attribute der Wehr abgebildet: Helm, Leiter, Seil und Pickel. In schöner Optik und farbenfroher Aufmachung sind auch die Fahnenbän­der der Festmutter, -braut, -damen und der Ehrenfahnenmutter sowie das Paten- und Trauerband ausgefal­len.

Somit ist der größte „finanzielle Brocken" der Fest Vorbereitung ge­meistert, am 5. Mai wird beim Bitt­gang zur Wallfahrtskapelle Maria Bründl um schöne Wetterverhältnis­se während der Festtage gebetet.

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