Dorf und Umland feierten fröhlich

Quelle: Landshuter Zeitung, Juni 2007

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr - Fahnenweihe mit Festumzug

Zweikirchen.
Als Gott die Welt erschuf, hat er es mit dem Ort Zweikirchen besonders gut gemeint. Ein schöner Flecken Erde begrüßte am Sonntag die weit mehr als tausend Gäste, die mit der Feuerwehr den 100. Geburtstag feierten. Bei weiß blauem Himmel und mit vielen Sonnenstrahlen konnte sowohl der Festgottesdienst im Garten der Familie Duswald als auch der Festumzug durch das Dorf programmgemäß stattfinden.

Über 50 Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis, der Patenverein Windten, die örtlichen Verbände, die politische Prominenz und die Nam-haften der Wehr gönnten diese Tatsache dem Gastgeberverein, der das Fest perfekt vorbereitet hatte. Überhaupt ist bemerkenswert, was die Bewohner des rund 180 Einwohner zählenden Dorf es in der Gemeinde Tiefenbach auf die Beine stellten. Frauen und Männer werkelten anscheinend Tag und Nacht für die Vorbereitung des fünftägigen Festes, da gab es keine Frage nach der Zugehörigkeit im Feuerwehrverein.

„Hilfe für den Nächsten ist hier kein Lippenbekenntnis", sagte Schirmherr und Bürgermeister Georg Schmerbeck, denn geblieben von der einstigen Motivation seien nach 100 Jahren immer noch Mitmenschlichkeit und Einsatzwille. Landrat Josef Eppeneder gratulierte zur intakten Dorfgemeinschaft und gelungenen Veranstaltung. Die Glückwünsche der Landkreiswehren überbrachte Kreisbrandrat Georg Gerner, anwesend beim Fest waren auch die beiden Abgeordneten MdL Gertrud Goderbauer und MdB Wolfgang Götzer.

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Festmutter Maria Pirkl
heftete als Erste
ihr Band an die Standarte

In seiner treffenden Predigt schaute Diakon Andreas Maier, selbst Feu-erwehrmann und Notfallseelsorger, auf den Idealismus der Gründungsmitglieder, die „ihre soziale Einstellung und religiöse Nächstenliebe als Erbe weitergaben". Durch die Weihehandlung stellte dann Monsignore Dr. Obielu die restaurierte Standarte erneut unter den Segen Gottes. In feierlichem Zeremoniell hefteten Fahnenmutter Maria Pirkl das Festmutterband und Cl. Pirkl, Patrizia Mayr und Bettina Maier das Festdamenband an das Traditionszeichen. Marianne Strasser überbrachte das Ehrenfahnenmutterband, Katharina Kaltenbacher, Anna Nagl und Monika Pirkl das Patenband an den Patenverein Windten, Johanna Hohenester wiederum das Patenband an die Zweikirchner Fahne. Das schwarze Trauerband schließlich überreichten Anne Scheibenpflug, Carola Ringlstetter und Eva Kaltenbacher.

Musikalisch umrahmte die Rhythmusgruppe Niederaichbach den Gottesdienst mit seinen vielen Teilnehmern sehr festlich.

Am Nachmittag säumten viele Besucher aus nah und fern die Straßen, um den farbenprächtigen und beeindruckenden Festzug, von der Festkapelle „d'Vilsbiburger", dem Spielmannszug Niederaichbach und den Rossbachtalern aus Achdorf angeführt, durch das herausgeputzte Dorf zu sehen, dazu ein tausenfaches „Hallo - guat samma drauf". Zweikirchen versteht zu feiern: Das spürte man auch beim Heimatabend am Samstag, vor allem aber bei der Zeltdisco am Freitag. Besonders junge Leute bestimmten da die Szene. So endete am Sonntagabend für die Wehr um Vorstand Andreas Kaltenbacher und Festmutter Maria Pirkl ein wunderbares Fest - letztendlich doch verbunden mit einem Hauch von Wehmut.

 

Gruppenbild klein

 

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Jubelverein und Patenverein hatten Spaß beim gemeinsamen Fest. - Gut drauf und glücklich: die Wehrmänner Zweikirchen mit ihrem Vorstand Andreas Kaltenbacher

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Die restaurierte Standarte erhält den Segen Gottes - Jeder Fähnrich zeigt sein Können beim Festzug - Ein tausendfaches Hallo gab es von den Zweikirchner Festdamen beim Festumzug

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Die Fahnenmütter verstanden sich prima, von links: Sylvia Haberl vom Patenverein Windten, Maria Pirkl, Festmutter der Jubelwehr Zweikirchen und Ehrenfahnenmutter Marianne Strasser. Patenverein Windten brachte Farbe ins Spiel.

(Fotos: Elfriede Haslauer)

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